Das schnittige Gesicht, ausgemergelt an den Seiten, aber glänzend poliert die Haut, die Augen strahlend-stechend, als seien Blicke Kampfmaßnahmen, die Augenbrauen bogenfein und symmetrisch wie Überwölbungen aus der Hand eines Graphikdesigners, Makellosigkeit das Ziel eigenen und seines Bemühens, Ziel: jederzeit überrascht werden zu können und dabei keine Blöße zu zeigen, mit Hitler auf dem Obersalzberg, mit Arno Breker in der Räumen der Düsseldorfer Kunstakademie, pfeilgerade fliegt der Speer ins Auge des Betrachters, Leni Riefenstahl tariert das aus, das Pobackentraining hinkt noch hinterher, ansonsten läuft die Körperertüchtigung volltourig Richtung Perfektion, der Körper ähnelt mehr und mehr einer Maschine, der Futurismus hatte von Anfang an recht, man muß nach vorn und schnell, wir sind die Optimaten, warum versteht das keiner, wir können auch feiern gehen, Prost auch, Freunde des Gehorsams in der Moderne, man kann uns nicht schlagen, die Waffen der Gegner sind stumpf. Faschismus ist Ästhetik, aber niemand hat damals im Seminar zugehört, ohnehin nicht verstanden.
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