Nach dem Tag

Nach dem Tag beginnt der Abend. In ihn hinein zu Fuß. Die Sonne verschwindet und läßt die Wolkenberge glühen. Ich laufe durch hüfthohes Gras, die Grillen zirpen wie von Sinnen. Sie geben alles für ihr Programm. Ich bin müde und schlendere durch dieses erregte Leben (nicht nur das der Grillen), als bedürfe es eines Beobachters, einer dritten Instanz – die nicht mitmacht, auch nicht mitmachen möchte. Ich bin froh, allein gehen zu können. Wäre ich nicht froh, ginge ich nicht allein. Manchmal ist es so einfach, manchmal aber auch nicht.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Nach dem Tag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert