Texte – ach scheiße – nicht Texte, sondern Reden … Reden müssen atmen und pumpen im Herzschlag eines Glaubens, der sich dem Lebendigen verbunden weiß, nicht dem gesichert Toten. In diesem Erstickungsanfall namens Gegenwart wehrt sich alles in mir gegen das Regime der Meßdatengrößen. Hier was da was, wie mein verehrter Bauerngroßvater sagte, plattdeutsch. Mit Plattdeutsch kommt man nicht durch eine Krise, aber sie hilft einem, unter ihr durch zu krabbeln oder sie zu überfliegen, trotz erdschwerer Stiefel oder klammer Schwingen. Mag ja sein, mag ja nicht sein. Sind genug Leute beschäftigt in dem Bereich, um den es aktuell zu gehen scheint. Sollen die sich also hermachen über das Stück Aas, das vom Leben übrig geblieben ist, und es in ihre Reviere tragen und für sich reklamieren. Dafür werden sie bezahlt. Ich bleibe unbezahlt und atme dennoch. Der Wind hat sich zurückgenommen, vielleicht bin ich zu laut geworden. Aberglaube. Ja, ich bin durch und durch abergläubig. Aber ich weiß es.
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