Ich werde meinem Kind den Namen Freiheit geben, höre ich eben ein Kind sagen, das als Indianerjunge in einem Gefängnis sitzt. Es gibt solche, die Ordnungen schmieden und an deren Durchsetzung interessiert sind; es gibt andere, die darauf achten, daß die Ordnungen nicht das Leben, das sie schützen sollen, ersticken. Als jemand, der frei leben möchte, so frei und ungebunden wie möglich oder nötig, achte ich auf die Ansprüche der jeweiligen Ordnung, in der ich mich zurechtzufinden habe. Solange ich sie annehmen kann, bin ich dabei. Werden sie unannehmbar, bin ich raus. Vorher werde ich noch darum kämpfen, das Unannehmbare zu reduzieren oder für mich ungültig zu machen. Gelingt dies nicht, muß ich endgültig gehen. – Nun klingt das einfach und rational, setzt auch eine Grenzziehung voraus, an die ich mich halten kann, ein Bis hierher und nicht weiter. Leider liegt solch klare Unterscheidung selten vor. Ich bin also gezwungen, auf andere Weise hinter das Geheimnis meiner Entscheidungen und Nichtentscheidungen zu kommen – werde und muß letztendlich meinem Gespür vertrauen, der Intuition, einem unbestechlicheren Teil meines Wesens. Ja, so mag es gehen.
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