Mein Verhältnis zur Wirklichkeit würde ich mit „vorsichtig“ umschreiben. Die Dinge liegen oft anders, als sie scheinen. Das Vordergründige ist schnell erkannt und benannt. Wer die Hintergründe erforscht, muß sich Zeit nehmen und Geduld aufbringen. Auch deshalb warte ich ab. Die jähen Reaktionen sind Notwehrmaßnahmen, fast aus dem Affekt. Ich suche und finde den Rhythmus und die Melodien meines Lebens. Doch damit das gelingt, darf man mir nicht dauernd auf die Ohren schlagen, in die Augen stechen oder mich mit dem Stock des falschen Hirten hinter die Gatter bugsieren. Niemand ist hier falsch, habe ich bereits einige Male gesagt. Wir suchen gemeinsam eine Harmonie. Ich bin für den Streit, aber gegen den Zwang. Schließlich muß aber doch entschieden werden! ruft es von hinten.
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