Rücken an Rücken

Ich bin nicht sicher, ob Bücher befreundet sein können – aber ich mag die Vorstellung. Nimm dich selbst und das, was du schreibst. Du hinterläßt es denen, die damit etwas anzufangen wissen, oder adressierst es, noch während du lebst, an Leute, von denen du annimmst, daß dein Geschriebenes (Gedachtes und Gesagtes) ihnen etwas bedeuten könnte. Und nun zu den Büchern – die sind ja nichts anderes. Sie wurden aufgeschrieben wie Briefe, nur umfänglicher, oder sorgfältig konzipiert wie eine Sammlung letzter oder gültiger Worte. Sodann sind da die Erzählungen und Romane, und ohne Alexis Sorbas wäre ich nicht der, der ich bin. Kazantzakis‘ in Teilen autobiographischer Roman führt an die wunde Stelle einer Schriftstellerexistenz und identifiziert das Ausgedachte, das Papierene eines lediglich intellektuellen Lebensvollzugs. Dabei hatte ich diese Lektion längst erhalten, nämlich mit Jack Londons Der Seewolf. Ich war dreizehn, als ich zu verstehen versuchte: daß es einen Zwiespalt im Menschen geben mag zwischen leben und wissen. Sie zu vereinen scheint mir seitdem „unendlich“ wertvoll und erstrebenswert.


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