Die Verheißungen der unverständlichen Ferne

Wir leben in unruhiger Zeit, auch einer Zeit der Zerwürfnisse. Doch eigentlich bin ich die meiste Zeit heiter und erfreue mich an jeweils irgendwas, heute an einem dicken Buch, das ich mit mir schleppe und in dem ich während der Fahrten in den „Öffentlichen“ lese und das mich nach Bukarest führt, wohin ich sofort führe, läge es gleich nebenan. (Hier mal weg.) Im Garten saß ich auch und konnte lesen, während eine Krähe den Wachtposten abgab und die Mauersegler (JETZT SIND SIE DA) ihre Kunststücke vorführten – mir nämlich. Es saß noch jemand im Garten und telephonierte in fremder Sprache. Es war so überaus angenehm, nichts zu verstehen. Er sprach mit ruhiger Stimme, saß unter einem anderen Strauch an einem anderen Tisch. Der Mond nimmt zu. Das Buch hat über neunhundert Seiten, der Autor ist ein Besessener. Mircea Cărtărescu, geboren 1956. Ich lese Solenoid.


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