Meine Wohnung ist ein Insektenhotel. Ein Ohrenkneifer wandert den Vorhang auf und ab. Diese Ohrwürmer haben mich von früh an beschäftigt. Sie krabbelten im Getreide herum, wenn wir es vom Anhänger in den Trichter schaufelten, von wo es durch das Gebläse auf die obere Empore der Scheune transportiert wurde. Als Kinder standen wir barfuß und mit nackten Beinen im Getreide. Die Getreidekörner reichten bis weit über das Knie. Die Ladefläche des Anhängers ließ sich hydraulisch kippen, damit die Körner in den Trichter ausgegossen werden konnten. In der Seitenwand der Ladefläche gab es ein Türchen, das nach oben geöffnet werden konnte. Man schlug mit einem Hammer von unten dagegen. Schon schoß das Getreide aus der Öffnung in den Trichter. Das Gebläse war laut. Die Getreideernte ist staubig und kratzt auf der Haut. Die Ohrenkneifer fehlten nie.
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