Wie man seinen Namen loswird

Spricht oder denkt man über sich selbst, gerät man wie von selbst ins Bildhafte. Schon sind die Tiefe und das Dunkle da, die Abgründe und die Verstecke, die unterirdischen Höhlen des Bewußtseins. Da läßt sich forschen, mit Taschenlampe im Expeditionsgepäck. So wird man sich interessant. Nichts Ungeheuerlicheres als der Mensch, sagt der Mensch und baut sich auf. In den Therapien ist Raum für solches Sprechen und Betrachten, das zugleich ein Betrachten und Sprechen über die Bedingungen des Sprechens und Betrachtens ist. Die Bilder nötigen sich auf, wo wir ohne sie verloren sind. Sie haben uns den Verstand und das Verstehen formatiert. Im Umgang mit mir selbst möchte ich tapfer sein. Ob das möglich ist, weiß ich nicht.

„Illusionen empfehlen sich dadurch, daß sie Unlustgefühle ersparen und uns an ihrer Statt Befriedigungen genießen lassen.“ (Sigmund Freud)


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