Paradise Lost (1667) von John Milton setzt Maßstäbe. Darin die Szene, da Satan von der Spitze des Baumes der Erkenntnis auf das Paradies schaut, eigene Überlegungen anstellt und Abwägungen vornimmt. Von William Blake (1757-1827) stammt die Aussage, Milton sei aufgrund seiner eindringlichen Schilderungen ein Parteigänger Satans gewesen, ohne es zu wissen. Nichtsahnendes Bösesein und dem einträglich Schlechten zu dienen sind dem 20. und 21. Jahrhundert nicht unvertraut. Wir befinden uns inmitten solcher Abwägungsprozesse und werden uns entsprechend bewähren, d.h. bewahrheiten. Man muß das nicht tragisch nehmen, denn sicher mutet es auch komisch an. Es geht nicht um nichts, vielmehr um (halbwegs) alles: die Art, wie wir uns verstehen, wie wir leben. Frei nach Kant: Was können wir wissen, was dürfen wir hoffen, wie sollen wir leben. Die Nacht ist kurz und kühl.
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