Winken, bis man nichts mehr sieht

Abschiede sind unausweichlich. Niemand kann für immer bleiben, fast jeder muß einmal gehen und neues Gebiet ausprobieren. Ich habe mir geschworen, ohne je geschworen zu haben, daß ich nie wieder einem Zug werde hinterherwinken wollen, in dem die Geliebte sich entfernt, weil sie schlichtweg in der Ferne wohnt an einem anderen Ort. Jeder Abschied ist ein Tod. Allerdings kann man sich wiedersehen, wenn es gewollt ist oder möglich. Ich mag den Satz des alten Sioux-Medizinmanns im Film „Halbblut“ (Thunderheart). Er sagt: Wir haben in unserer Sprache kein Wort für Abschied. Dann nickt er, dreht sich um und geht zurück zu seiner Wohnblechhütte oder Blechwohnhütte, wo er sich Zeichentrickfilme anschaut und ganz genau weiß, was er da sieht.


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