Nichts tun, bloß um fertig zu werden. Sich einer Tätigkeit widmen, sie ausschöpfen. Der Weg ist der Weg, das Ziel ist das Ziel. Unterwegs zählt jeder einzelne Schritt. Da ich ohnehin gehe, kann ich die Schritte auch ehren. Das gilt für jede Tätigkeit diesseits der Verbrechen. Wenn ich einkaufen gehen muß, versuche ich, auch diesen Weg zu meiner Sache, meinem Anliegen zu machen. Das ist eine sehr einfache Lehre des Buddhismus, die ich erprobe, ohne auch nur im geringsten daran zu denken, ein Buddhist werden zu wollen. Ich möchte gar nichts werden, ich bin ja schon. Ich möchte, was ich tue, ordentlich und aufmerksam tun und mich nicht an Orte wünschen, an denen ich nicht bin, mir nicht Freunde wünschen, die ich nicht habe, mir nicht Tätigkeiten ausdenken, die ich nicht ausführe. Ich möchte nichts mehr tun, bloß um fertig zu werden. Jetzt, da ich dies notiere, bin ich fast ganz bei der Sache. Warum nur fast? Weil ich das üben muß, denn unsere Kultur hat mich das nicht gelehrt. (Sie lehrte mich, zügig mit allem fertig zu werden. Leistung : Zeit. Sie lehrte mich auch, daß es hohe und niedere Dienste gäbe und davon der Lohn abhinge.) Nun muß ich selbst mich lehren. Vielleicht gibt es eines Tages keine unangenehmen Tätigkeiten mehr.
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