Die hohe Kunst lautet, grundlos glücklich zu sein. Mir geschieht oder widerfährt dies mancher Tage, wohl auch aus Erleichterung. Die Jahre der Pressung verspüre ich fast täglich. Mir ist, als sähe man noch die Abdrücke der Bearbeitung, als sei ich ein Werkstück gewesen. Freude zu empfinden – gleich jenen Kindern, auf die die sogenannten Erwachsenen blicken und gerührt sind. Im Geschehen sein, im Augenblick aufgehen und damit zugleich bei sich selbst sein. Auf solche Weise lösen sich die Widersprüche auf. Ich möchte mich auch nach Herzenslust langweilen und mich ausbreiten in solcher Langeweile, wie in einer Hängematte möglicherweise oder in einem Nichtschwimmerbecken, gefüllt mit lauwarmem Wasser, keine weiteren Badegäste. Nur ein Schwimmflügel treibt über die Strömung der Filteranlage zu. Nichts tun, ihm zusehen. Im Ohr noch das Geschrei der verstrichenen Zeit, als es voll war in diesem Hallenbad der Sinne. Morgen ist wieder ein Tag – vielmehr heute. Was wohl geschehen mag?
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