Die Leichtigkeit hilft der Schwere aus. So wird diese beweglich und gerät in die Nähe eines möglichen Ziels. Endlich gerate ich in die Nähe einer mir möglichen Leichtigkeit und vergesse die Gewichte der Herkunft und die Strenge des Eingepflanztseins. Andere sehen mich gehen, doch mir ist, als müßten sie mich tanzen sehen. Befreiungen sind ein Akt stiller und anfangs noch verschwiegener Ekstase. Blindlings scheinen wir ausgeworfen zu sein in eine Art Schicksal, in die Lebensbedingungen einer Existenz, die besser, zugleich aber deutlich schlimmer hätte ausfallen können. Wie es geht, wird gefragt, geht so, ist die Antwort. So bleiben sie in der Waage, das Ja und das Nein. Das Leben lebt sich, notierte ich hier vor Jahren. Es lebt sich durch alles, was lebt. Zu welchen Höhen wir es treiben, in welche Tiefen wir gelangen, scheint uns überlassen zu sein. Ich studierte die Künstler und die anderen Verrückten, sie schienen mir beispielhaft, und ich würde mich schämen, geriete ich selbst in ein schmerzhaftes und selbstverschuldetes Hintertreffen.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.