Es steht besser als gedacht

Wer in Worten denkt und fühlt, dem bedeuten sie viel. Gern wäre ich eine Katze und gäbe mich sinnlich hin. Doch ich bin keine Katze, ich bin auch kein Hund. Ich bin einer, der auf zwei Beinen aufrecht stehen muß. Ich kann mich nicht an das Bein eines mir lieben Menschen schmiegen (mir nichts dir nichts), ich kann nicht wedeln und aufmunternd bellen. Ich benötige Worte, und über die Worte verständige ich mich mit denen, die mir wichtig sind. Ich kann sie nicht dauernd berühren, ich bin meist nicht einmal mit ihnen in einem Raum. Und selbst dann bedürfte es der Worte, um die Verhältnisse zu würdigen oder zu verhandeln. Deshalb doch geben wir acht auf die Sprache. Sie soll uns und die anderen enthalten, wenn’s gut geht: die bekannte und benennbare Welt – und sogar noch über sie hinaus. Es gibt welche, die fühlen Wörter. Denen macht es einen entscheidenden Unterschied, wie man etwas sagt. Daß ansonsten die Sprecher einer Sprache diese naiv und intuitiv benutzen, ist vorzüglich. So entkommt der Sprachgebrauch der kontrollierenden Vernunft.


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