Matt Berninger singt: „My Eyes Are T-Shirts“. Ein Ach auf all die T-Shirts mit ihren Aufdrucken und Botschaften. Was ließe sich denn auf der Brust tragen? WEITER SO vielleicht. Etwas, das sich in Frage stellen läßt oder einen Gedanken hervorrufen hilft. Andererseits können die Passanten, allesamt Fremde, auf Anregungen verzichten, haben möglicherweise eigene Themen zu bearbeiten. Wir sind von Aufdringlichkeiten umgeben, ich kann mir die Anzahl der Werbebotschaften pro Tag und Person in einer Großstadt nicht merken. (Etwa 10.000 sollen es sein, vermutlich mehr.) Wir sind ausgekitzelt, notierte ich in den Nullerjahren, da waren es zwei- bis dreitausend am Tag. Ab einer solchen Anzahl an Kontakten entsteht „Werbeblindheit“. Die Botschaften zerstören einander, machen sich unwirksam. Die Sinne schalten ab. (Der Sinn hinter den Sinnen schaltet sich ein.)
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