Führt dieser Weg hin oder fort von mir? Das läßt sich fragen, und wer fragt das nicht. Es gibt sogenannte Lebensstationen, an denen deutlich wird, was auch sonst gilt: Wir schlagen permanent Richtungen ein und andere aus. Das Werde, der du bist steckt in uns wie ein Auftrag, wie ein leiser, aber weiser Marschbefehl, rätselhaft wie das Leben selbst. Kann man sich denn verfehlen, an sich vorbeilaufen, sich vermeiden sogar? Die meiste Zeit bringt man damit zu, die Ansprüche anderer abzuweisen und deren Zugriffe zu parieren. Nicht daß man wüßte wohin, doch immerhin weiß man, wohin nicht. Fast schon instinktiv verhält man sich richtig. Auf solche sogenannte Instinkte habe ich mich nicht immer verlassen. Nicht zuletzt deshalb mußte ich Umwege laufen und in Schleifen mich bewegen, um endlich doch wieder Kurs zu bekommen auf das Ziel, das ich nicht kenne. Irgendeine Art Versprechen wird dort eingelöst, mag ich mir vorstellen. Eine Art von Heimkehr findet statt. Man ist immer nur sich selbst der verlorene Sohn. An der Sicherheit des eigenen Tuns sollte sich erkennen lassen, daß das Blinde-Kuh-Spiel des Lebens auch Treffer und Fundstücke bereit hält. Es wird warm und wärmer. Anschließend wieder kälter. Nichts endet, ehe es endet.
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