Die lautmalerischen Verben sind die schönsten: schlürfen, schlurfen, knuspern. Wie klingt der Schnee, wenn man über ihn oder auf ihm geht? Er knurpst. Es wird behauptet, er knirsche. Ich denke, die Zähne knirschen des Nachts, wenn es etwas zu bearbeiten gibt, das energischen Einsatz erfordert. Nun fällt neuerdings Schneeregen, und ich habe Kollegen aufgefordert zu sagen, wie das klingt. Sie hörten nicht hin, es war ihnen wurscht. Ich bin zu euphorisch beizeiten und zog mich, dies wissend, zurück, öffnete die Tür zur Terrasse nach draußen und wußte: Der Schneeregen knispert. Warum schreibe ich dies? Soeben, sechs Stunden später, knispert es erneut.
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Du kennst den Dichter Ernst Herbeck? Er hörte so aufmerksam genau, dass er für Geräusche eigenartige Wörter erdachte. z.B.: sallen. Herbst, die Blätter, nein, sie fallen nicht von den Bäumen – sie sallen. In „sallen“ hört, sieht, spürt man auf deren trudelnden Fall (Sall).