Kurz war es still, regnete nicht. Schon beginnt es erneut. Regen läßt sich menschlicherseits nicht dosieren, ebenso wenig wie Wind oder Sonne, Vulkanismus oder Erdbeben. Naturgewalten heißen sie. Man stellt sich darauf ein, indem gemessen wird, womit zu rechnen ist. Technische Lösungen lassen sich finden und installieren. Daraus besteht unsere Geschichte, die wir Nutznießer vergangener Bezwingungsleistungen des Menschen wider die Willkür der Natur sind und zugleich die Entwicklungs- und Emanzipationsgeschichte des Menschen anklagen, da er oder wir zu weit gegangen sind und die Natur nun zurückschlägt wie in einem Krieg auf Gegenseitigkeit. Natur strebt nach Ausgleich. Mir ist einstweilen unklar, was der sogenannte Mensch eigentlich will. Er existiert ja nicht in der Einzahl, sondern gruppiert und organisiert sein Handeln und scheint zielgerichtet vorzugehen. Wohin das führt, bleibt jeweils abzuwarten und dann zu beobachten. Gewaltige Programme werden aufgelegt, um die zukünftigen Verhältnisse günstig zu bestimmen. Allerdings ähneln sie Wechseln auf ungedeckte Größen. Immerhin macht man Geschäfte mit den drohenden Katastrophen. Das tröstet mich ungemein. Wäre ich gemein, unterstellte ich Boshaftigkeit bei staatlich und überstaatlich garantierten Gewinnchancen. Wer auf Untergang setzt (investiert), gewinnt.
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