Der erste Eindruck eines Menschen ist der entscheidende. So wird es gesagt. Fällt er schlecht aus, sind wir später froh, wenn er zu korrigieren war. Menschenkenntnisse werden situativ und prozessual erworben. Es ist gut, viel herumzukommen und sich einigem auszusetzen. Als ich im Kaffeehaus arbeitete, lernte ich, Gäste einzuschätzen. Die Militärzeit war dazu da, menschliche Niedertracht kennenzulernen. Verleih Menschen Befehlsgewalt, und du kannst was erleben. Frag die Polizisten. Taxifahrer sind gut darin, Friseure ebenso, auch Verkäufer wissen einiges. Selbst mit Scheißkerlen kann man klarkommen, doch dazu braucht es etwas – nun ja: Autorität, also Erfahrung, also Angemessenheit der Bewegungen, der Haltung, des Sprechens. Klar sein, da sein, ohne Schnickschnack, Dünkel, milieubedingte Sprachfehler, ohne Hochmut oder Unterwerfungsgestikulation, ohne Blödtun oder Schlaureden, echt sein, das ist alles. Ist es denn so schwer, echt zu sein. Was soll daran so schwer sein. Ich frage ja gar nicht, ich stelle fest. Wie kann man denn falsch sein, falls man noch nicht echt ist. Was heißt denn echt. Was heißt denn falsch. Reden doch dauernd alle über fake. Ja, dann mal los. Da wir jetzt leben, wird es einstweilen auf Zertifikate hinauslaufen.
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Stotterer sind echt. Sie können nicht anders.