Schwingungen

„Deine Uhr geht immer nach!“ rief der Schnellere der beiden. „Deine geht dauernd vor!“ versetzte der Langsamere. Während sie aufeinander einhieben, bewegte sich, so schien es, die Zeit, wenn auch unmerklich. Man hätte behaupten mögen, es gäbe sie nicht. Es bedurfte einiger Geduld, um abzuwarten, ehe die Schatten in den Straßen sich senkten oder hoben, der Mond am Himmel erschien und in welcher Gestalt, die Jahreszeiten sich abwechselten, die Witterungen streng anzogen und wenig später wieder Leine ließen für ein erträgliches Leben in den gemäßigten Breiten.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Schwingungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert