Es gibt so viele Druckverbesserungsversuche, wie es Menschen gibt, die sich sicher sind, sie dürften auf andere einwirken, um eine Veränderung zu bewirken, die sie als Einwirkende selbst meinen vornehmen zu müssen. Sie stehen vor sich selbst in der Pflicht, solches zu leisten. Vielleicht müßten die Druckverbesserungsversuche besser Verbesserungsdruckversuche heißen oder letzten Endes Versuchsdruckverbesserung. Nichts Genaues weiß man nicht, sagte mein Bruder damals, als er noch der Chef war. Wie zum Teufel kommt man darauf, Menschen würden sich unter Druck verbessern? Sie kuschen dann doch nur, weichen aus, halten das Maul, tun fortan so als ob, verpissen sich bei nächster Gelegenheit ins Gebüsch. Druck macht stumpf und gefügig. Machtmenschen scheint das recht zu sein. (Mögen sie murren, am Ende folgen sie mir doch.) Daher auch die Penetranz des Einwirkens kraft Wiederholung des Immergleichen. Zynischer Optimismus mit aberwitziger Selbstüberschätzung. (Die sind eh alle blöd.) Aber: jede Druckstelle schmerzt und macht ihre Ursache unvergeßlich. Die Machtmenschen glauben an Schmerz, nur andersherum. Porzellanfiguren im Scherbenspiel.
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