Schlappen

Wenn es ernst wird, wissen die Leute nicht mehr weiter. Floskeln zu bemühen verbietet sich. Es müßte jedoch eine Sprache des Herzens geben, die sich im Verborgenen und Ungeübten finden läßt. Eine Sprache, mit der gesagt werden könnte, wie es sich eigentlich verhält zwischen Menschen, dies- oder jenseits der Konventionen, die ich mir stets als Gummistiefel vorstelle, notfalls auch als Reitschuhe oder Zubettgehpantoffeln. Mit der Alltagssprache kommt man weitgehend und gut zurecht. Sie hilft die Reibungen zu verringern und vermittelt redlich zwischen der Sphäre des Sozialen und des Privaten. (Daß diese Sphären ineinander geraten sind und verwechselt werden, ist bemerkt worden.) Die Alltagssprache gerät an ein Ende ihres Ausdrucks-, Aufnahme- und Leistungsvermögens, wenn ein Vorfall eintritt, den sie nicht angemessen zu repräsentieren vermag. Als Sprecher solcher Sprache ringt man um Worte und kommt sich mit einem Mal verlassen, wenn nicht im Stich gelassen vor.


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