Politik ist ein Vorwand. Jedermann glaubt zu wissen, wovon gehandelt wird. Es werden Namen genannt, deren Nennung etwas auslöst zwischen Abscheu und Bewunderung. Politik betrifft das Gemeinwesen, dessen Teil wir sind. Nach Jahrzehnten der Entpolitisierung zeigen oder lassen sich zeigen die Zeitgenossen neuerlich politisch. Etliche Agenden kommen zum Vortrag, sie enthalten die Fahrpläne in eine bessere, wie man glaubt, Welt. Solches durchaus hiesig gedacht und hierzulande erdacht, im Schutz der bestehenden Ordnung, die als brüchig oder anrüchig identifiziert wird. Partout das Gute anstreben zu wollen ehrt die Strebenden, nur daß undeutlich ist, wer solche Festlegung getroffen hat und für wen, also gegen wen sie getroffen sind. Es scheint um Macht zu gehen, also um Herrschaft, also um Austausch der Körper und Köpfe. Man müßte die Ideen zur Bewährung schicken, jedoch nicht wie Häftlinge in einer Erziehungsdiktatur, sondern wie Auszubildende in der Wirklichkeit.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.