Um die Schwere anderer Leute kann ich mich derzeit nicht kümmern, sichere gerade die eigene Leichtigkeit. Sicher hält sie nicht ewig. Ich möchte noch ein wenig hinauf für den Überblick und das Kribbeln im Bauch, man nennt das Ekstase. Das Politische macht mich derzeit dermaßen lachen, daß ich nicht weiß, wohin damit. Der Opportunismus der Leute, die was zu entscheiden haben, ist buchstäblich. Sie fallen wie stets zur richtigen Seite. Die Deutschen haben wie immer Schiß vor sich selbst, trauen sich nicht, trauen auch den anderen nicht, möchten auf Nummer sicher gehen, wissen aber nicht, wo sicher ist sicher liegt, taumeln herum und stottern sich die paar Grundregeln, die sie sich merken konnten, rauf und runter. Ich würde den Deutschen niemals trauen. Mir selbst kann ich mittlerweile ein wenig mehr trauen, doch mußte ich Prüfungen durchlaufen. Weitere werden folgen. Dafür sind die Krisen gemacht. Man darf sich ihnen stellen – vor allem ermöglichen sie, die Konkurrenz zu sichten. Scheitern lassen gilt für alle Agenda-Großprojekte, deren Ende jetzt bereits erkennbar ist. Scheitern lassen, da die Überzeugten solcher Jahrhundert- und Menschheitsanstrengung sich nicht belehren lassen können, auch nicht zu stoppen sind. Sie sind bereits das Schiff, das kentern wird. Sie sind nicht auf ihm, denn dann könnten sie abspringen. Zuletzt, bevor ich schlafen gehe, entsinne ich mich des Satzes eines guten Freundes aus älterer Zeit, er sagte wörtlich: Es ist nicht so, daß mein Vater eine Idee hat. Es ist vielmehr umgekehrt: Sie hat ihn.
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