Abenteuer kommt von ‚aventure‘, altfranzösisch für Ereignis, Begebenheit, Geschehen, zurückgehend auf lat. ‚advenire‘, das herankommen oder ankommen heißt. Was also kommt da, ersehnt oder nicht? Überraschendes oder Erwartbares, Ersehntes oder Befürchtetes. Etwas daran muß neu sein, unbekannt oder zuvor nur unzureichend erkannt und verstanden. Deshalb gibt es das Abenteuer, nicht nur im Ritterroman oder den Liebeserzählungen der älteren Kulturen. Abenteuer handeln vom Aufbruch und einer Bewegung hinaus ins Ungewisse. Sie mag abgesichert sein, doch alles kann schiefgehen. Abenteuer handelt von Wagnis und irrwitzigem Gottvertrauen.
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Interessant.
Aber deckt sich dieser Begriff Abenteuer noch mit dem von heute? Die Mission von Jan Karski ein Abenteuer nennen, würde sein Handeln entwerten, negieren. Es geht einfach nicht. Schon auf die Conquistadores scheint der Begriff nicht zu passen. Obwohl sich auch deren Handlungen durch die genannten Kriterien bestimmen ließen. Sprache, Wörter, Begriffe unterliegen der Zeit. Weniger wolkig gesagt: Sie passen sich Begebenheiten und Entwicklungen an. Den Begriff Abenteuer dürften die Medien in den unernsten Bereich gerückt zu haben. Das Tragische wurde zur Unterhaltung. Deshalb auch mein Verweis auf Jan Karski.