Angst handelt von Kontrolle, Depression von Hilflosigkeit. Beide Partien sind einander verbunden. Ich kenne Kontrollfreaks, die sich und anderen eine Sicherheit* verpassen, die Schmerzen macht. Das gerät ins Totalitäre. Das Totalitäre ist die reinste, härteste und scheiterndste Verkörperung der Angst. Die Depressiven dagegen mußten zwischenzeitlich/einstweilen aufgegeben, sie konnten und wußten nicht mehr weiter. Dabei wären sie vorzügliche Instrukteure. Ihre Ermattung handelt von intellektueller und emotionaler Überanstrengung. Ein Jegliches bedeutet nun Herausforderung. Daß jemand ‚heraus gefordert‘ wird, zeigt an, wo sie/er sich befindet: tief in einem Innen. Dieses Innen ist ein Schutzraum. Wenn er/sie darin kaum mehr atmet, sich nicht öffnet, keinen Austausch hat, sich verkapselt – stirbt der Schützling einen langsamen sozialen und emotionalen Tod.
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