In die eigentliche Heimat

Feiertage durch. Die Last der Untätigkeit abgelegt. So mag es manchem ergehen. Zurück im Gerassel des Alltags. Zum Glück ist Wochenende.

Weihnachten ist Beziehungsarbeit: Nähe ertragen, wiederherstellen, pflegen. Daher der oft thematisierte Streit ausgerechnet zum Fest der Liebe. Konflikte sind nichts Unanständiges, Harmonie soll wahrhaftig sein.

Stille Stunden hier verbracht, nur ein wenig innerer Streit hinsichtlich einiger Lebensfragen, etwa wie ich ab jetzt zu leben gedenke. Werde, der du bist. Nicht schwer zu verstehen. Doch wer bin ich? Ich bin der, der zu sich findet.

Daher war die Angst so laut in mir, vor vielen Jahren, daß ich mich verfehlte, an mir vorbeibrauste wie ein knatterndes Moped. Natürlich gelang das nicht, niemand entkommt sich. Das Leben führt einen zurück. Sollte man sich wehren, mit unerbittlicher Strenge.

Bleib dir treu. – Ja, aber schlimm, wenn zuviel an einem rumgemacht wurde, wenn man also von sich selbst abgehalten oder vom eigenen Weg abgebracht werden sollte oder eine eigene Wahrheit, die es zu finden gilt, abgeleugnet wurde und sie einen in die pure Konventionalität zwingen wollten, in eine Zone der allseits bekannten Tatsachen und anerkannten Meinungen zu solchen sogenannten Tatsachen.

Sie, das sind diejenigen, die solches Abhalten, Abbringen, Ausreden meinen vollbringen zu dürfen, zu müssen. Sie können dich seelisch töten, und dann läufst du als Gespenst oder Automat durch die Gegend und verbreitest denselben Stuß, zu dem alle Welt wie auf Kommando nickt. Ganz falsch kann der nicht sein, aber sicher auch nicht ganz richtig.

Dazu müßte es doch schöne Lieder geben: the long way home.


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