Es könnte ein anderer sein

Unwirklichkeitsmomente. Während die Dinge an Ort und Stelle sind, der Himmel blaugespannt über dem irdischen Leben hängt und die Pflanzen stofflich mobilisieren, bewege ich mich geistig in einem Sonst- oder Irgendwo aus Ortlosigkeit, Ratlosigkeit, Melancholie. Ich könnte jetzt angeln gehen, wüßte ich, wie das funktioniert und wozu man das treibt. Oder ein Elektromotorfahrrad erwerben und in die Prärie preschen, um dort auf einem Acker fernab jedwelcher Aufmerksamkeit energetisch und existentiell zu verenden. Die Sonne scheint wie verrückt, das ist wahr. Auch auf mich. Doch ich funktioniere nur, das ist bereits alles. Mein Leben würde ich Schweben nennen. Selten lande ich wo. Habe ich das gesagt?


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