Es ist Nacht, kein Luftzug regt sich. Die Fenster sind geöffnet, alles ist sechsundzwanzig Grad im Sechsundzwanziggradkontinuum dieser Nacht, draußen und drinnen sechsundzwanzig. Wie umständlich lang die Zahlen in Buchstaben ausgeschrieben sind. Ich nahm den Nachtbus heim, hörte beiläufig Musik zu den vorbeirasenden Häuserwänden und den Fußballkneipen und Spätkaufs, sah auf Bildschirmen das grelle Grün eines Fußballrasens, auf dem winzig kleine Flecken sich bewegten, und erinnerte mich: die Fußball-WM, stimmt, die gibt es ja auch noch. Die Steine der Stadt und der Asphalt haben die Wärme aufgenommen und geben sie nun frei. Die vierundzwanzig Grad, die sie an der Wetterstation messen, unterliegt den Bedingungen des Tempelhofer Feldes. Städte und Siedlungen sind Wärmespeicher. Vermutlich sollte ich die Fenster schließen. Doch ist es schön, so nachtumflossen zu sein. Im Sommer wird es ohnehin nicht wirklich dunkel. Der Mond steht fastvoll am Himmel, leuchtet matt und käsegelb, als sei Unheil zu vergeben.
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