Zu dumm, daß ich aus dem Haus muß. Ich fürchte mich davor, auf die Straße zu treten, wo ich augenblicklich erschlagen werde. Ist eine derart heiße Luft noch zu atmen? Ja, ich neige zu Übertreibungen, immer schon. Meinen inneren Dramatiker habe ich nicht unter Kontrolle. Er möchte Regie führen und mein Leben bestimmen. Ich soll nach seiner Pfeife tanzen. Er verspricht mir Aufregung, Spannung und starke Gefühle. Ganz schlecht bin ich unter seiner Führung nicht gefahren, denn langweilig war mir selten. Sein innerer Gegenspieler ist die Erfahrung, ein abgeklärt agierender Lakoniker. Dauernd winkt er ab: Alles schon dagewesen, erinnere dich. Ich erinnere mich dann und bin sogar ein bißchen beruhigt. Nichts ist wirklich vergleichbar, widerspricht der Dramatiker. Eines Tages wartet auf dich die größte Überraschung deines Lebens, fügt er noch hinzu. Ob die gut oder schlecht ist, weiß niemand. Wüßte man das, sagt er, wäre es ja keine Überraschung, aber ich denke, du wirst auf deine Kosten kommen. Welche Kosten? fragt der Lakoniker. Die investierte Summe, antwortet der Dramatiker. Alle zahlen Eintritt, noch nicht aufgefallen?
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