Sie liegen mehr als daß sie sitzen. Kopf nach hinten oder zur Seite, der Mund steht offen. So ruckelt diese Ladung durch die Nacht. Eine Bierflasche rollt geräuschvoll durch den Gang, ihr Glas walzt über den Staub der Straße, den zehntausend Füße hereingetragen haben. Gleich stößt sie an, dies ihr Geräusch: plang. Nicht „pling“, wie ich erwartet habe, auch nicht „plong“, sondern „plang“. Die Details müssen stimmen, sonst fliegt die Welt in Stücke. Schnarchgeräusche. Der weiteste Weg nach Hause lohnt sich, denn dort steht ein Bett. Einer starrt hinaus in die Nacht. Doch vor ihm ist nicht Nacht, sondern Tunnel. Die Wand des Tunnels durch den Untergrund der Stadt, an der die Bahn lichtern vorüberrast. Wer Augen hätte, dies alles gleichzeitig zu sehen: oben und unten. Ich mag die Ameisen, sie sind wie wir. Die nächste Station: Aussteigende, Zusteigende. Erst die einen, dann die anderen. Wie gut das klappt. Mehr als bloß Treibgut der Nacht. Das sind Veteranen, die kommen aus der Schlacht. Die haben alles gegeben, doch einmal ist Schluß. Geschlagene des Lichts. Eine rülpst, kichert dann. Ihr Streitgefährte sagt anerkennend: Schulz. Das steht ganz gut im rollenden Raum, da stoppt der Eidotterexpreß erneut, mitten im Tunnel. Keine Durchsage. Blauschwarzes Neon in einem Gang schräg vorn. Ehe Besorgnis uns erfaßt, ruckt der Waggon. Es geht weiter. Einmal werden wir ankommen.
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