„Geld regiert die Welt, man sieht es doch“, sagt er. „Ob das gut ist? Nein, sicher ist das nicht gut. Aber was soll man machen? Alle wollen Geld, alle tun dafür fast alles, nicht.“ Die anderen nicken. Die Runde ist ruhig geworden. Jeder sieht vor sich hin, sieht dort sonstwas. Draußen ist es grüner und heller als sonst. Vögelchen zwitschern, ein Eichhörnchen turnt von Zweig zu Zweig, läßt sich einfach fallen, greift zu. Baum erfolgreich gewechselt.
Im Traum war wieder einer neidisch. Blöde, blöde Menschen, wollen sich einfach nichts schenken, gönnen dem anderen nichts. Wo hat man das gelernt? Damals im Tierreich vor diesen Jahrtausenden, über die wir nicht schauen können wie über zu hohe Berge oder zu ausgedehnte Ozeane – was geschah dort? Erschlug man damals die Guten oder ließ sie verhungern, da sie vergessen hatten, die anderen abzustechen oder in den Abgrund zu stoßen? Daß man wenig weiß, beruhigt noch immer.
Manchmal buddeln sie etwas aus, manchmal treibt was an. Nachrichten von dort, woher wir stammen. Der Neidische im Traum war nicht der Träumende. Als Schreibender hatte er einen ganz anderen Gedanken, als er oben begann. Das macht die Drift. So landet niemand dort, wohin er wollte. Der Gedanke war, daß wir westlichen Menschen derzeit jämmerlich einfallslos sind und uns schubsen lassen in eine Zukunft, die der Gegenwart den Schrecken abkaufen soll. Uns Idioten gebührt exakt das.
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