Manchmal vermisse ich die Landschaft meiner alten Heimat. Und doch ist es gar nicht auszuhalten, dort zu sein. Als sei jeder Weg einmal zuviel beschritten worden. Ich kann mein inneres Lichtspiel anwerfen und jeden Platz dort mit seinem Rundblick aufrufen, zu jeder Jahreszeit, bei jeder Witterung. So schlimm kenne ich mich aus. Diese Landschaft ist mir wundgelaufen. Wehgefühle einer Abgerissenheit. Erinnerungen an verschüttete Zeit. Ich sehe sie noch, aber ich reiche nicht heran. Gesicht hinter einer Milchglasscheibe. Es war intensiv schön und schwierig damals. Kindsein auf dem Land und lernen. Spiele und der Ernst all dessen, wozu wir Leben sagen. Irre und Tote, Unfälle und Verbrechen. Glück auch und Lachen. Alles drang etwas zu tief ein und sitzt nun dort und läßt mich trotzdem. Fast gnädig. Ob die Landschaft mich vermißt? Das glaube ich nicht. Sie atmet nur schwer.
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