Große Ruhe in der Stadt der Sehnsucht nach den Tagen des Besuchs. Die Gäste sind fort, die Straßen liegen schwer und leer zwischen in den beleuchteten Schluchten der Häuser mit der Traufkante auf etwa zweiundzwanzig Meter Höhe. In den Bars erschöpfte und gelöste Gespräche über dies und das, nach den Turbulenzen eines sogenannten Karnevals der Kulturen. Wer oder was sich zeigen wollte, konnte sich zeigen. Manche Menschen haben geleuchtet, und das ist viel. Andere erkannten ihr Abgeschiedensein und gingen nachdenklich. Eine Menge Abfall fiel an, die Profis räumten das umstandslos weg. Kein Drama, die kennen und die können das. Staunenswert das Vermögen dieser Stadt, mit allem fertig zu werden, was jeweils anliegt. Ich selbst lebe inmitten dieses Vermögens wie ein Anerkennender, der noch immer dankbar ist, daß es eine solch großzügige Stadt gibt. Sie ist nicht sentimental – das ist das Beste an ihr. Die Gefühle werden weggedrückt oder überwitzt. Das ist die Technik der Profis. Die kann ich noch immer nicht, die lerne ich auch nicht. Aber in den Augen der richtigen Berliner erkenne ich, daß sie mich trotzdem verstehen. Soviel zum Dank.
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