Sun Kil Moon und das Verstehen des Einfachen

Manchmal (zu selten) freue ich mich, wenn Leute „meiner Generation“ Sinnvolles und Beeindruckendes zustande bringen. Etwas, dessen Verlauf und Entwicklung ich folgen möchte, von dessen Verlauf auch ich betroffen bin, indem ich lerne und meine Einstellungen und mein Verhalten ändere. Manchen wünsche ich Glück und Durchhaltevermögen, anderen, daß sie von ihren Fähigkeiten nicht verschlungen werden. Keine Sorgen mache ich mir um einen Geschichtenerzähler wie Mark Kozelek, bekannt als Kopf, Herz und Stimme von Sun Kil Moon. Eben lausche ich den Stücken von Benji, im Februar letzten Jahres erschienen. Man verläuft sich gern in jungen Jahren, denkt sich sonstwas, liebäugelt in Richtungen, versteht sich nicht, geht fehl, produziert Bruchlandungen. Das endet. Keine einzige Minute kann übersprungen werden. Schnell wohin – Blödsinn. Lieber langsam leben, gründlich, zur Not wiederholend mit erneuertem Blick. Die, die hetzen, sind Gehetzte. Vorbeilassen. Interessant ist, was Resonanz erzeugt: innen zuckt es. Vertrauen heißt sich selbst zu vertrauen. Spüren deutet auf Spur. Spur ist ein Weg. Was sich gut anfühlt, ist gut. Diese Aussage drehen. Niemand kann wirklich einem anderen etwas erklären. Nicht ein Weg ähnelt einem zweiten. Daher dieses Vergnügen an Leuten, die offenbar völlig außerstande sind, Blödsinn zu verzapfen. Gefiele es mir, einen Hut zu tragen, würde ich ihn lupfen vor Mark Kozelek und Sun Kil Moon.


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