Mit einem Mal (nahezu plötzlich) das Gefühl, den Eindruck, fast eine Gewißheit, fortan nur noch sehr schöne Menschen kennenzulernen, ungezwungen und wie von selbst. Niemand muß etwas tun oder leisten. Das liegt jeweils zurück. Ich habe nichts weiter zu tun als zu bemerken. Das ist unfaßbar schön, um dieses unaustauschbare Eigenschaftswort zu wiederholen. Und warum denn nicht? Ich sage es gleich noch einmal: schön. Schön heißt nicht hübsch oder nett, schön heißt wahr und in diesem Sinne gut. Man muß nämlich aufpassen: Überall sitzen die Schlauberger und Aufpasser und warten auf einen Fehler, um mit dem Finger auf die Wunde, das Vergehen zu deuten. Als bekämen wir noch immer einen Hieb mit der federnden Weidenrute auf die strafbereiten ausgestreckten Finger. Die Rute sirrt, sie trifft die empfindlichen Stellen der Hand, die sucht, die tastet und kost. Nur noch schöne Menschen und wie von selbst. Sie erkennen sich wie nach ältester und bester Idee und werden sich nicht verfehlen. Irritiert zuvor? Mein Gott, ja.
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kaloskagathos
wie unsere athenischen ahnen
das schöne und die schönen finden zueinander
ja, ich bin völlig deiner überzeugung
geduld braucht es, warten können
hinsehen und -hören, offenheit
das gespanntsein deines und meines herzens, zu entdecken
auch wenn auf den ersten blick manchmal eine narbe irritiert
uns in dieser nähe als menschen in einer verbundenheit zu erkennen,
die eingebettet ist in diese über uns gekommene schöpfung,
die sich durch uns verändert
…