Nun liegen mit einem Mal drei Armbanduhren neben mir, sind nun ebenfalls erschienen aus ihrer Begrabenheit. Keine geht mehr, ihre Batterien sind leer. Soll ich wieder eine Armbanduhr tragen – wozu? Uhren hängen überall, meistens gehen sie richtig. Telephone sind zugleich Uhren. Ich hätte etwas am Armgelenk, vielleicht sähe es gut aus. Ich könnte die Uhr tragen wie einen Armreif und mich mit ihr schmücken. Mein linker Arm wäre dann einige Gramm schwerer als mein rechter, ich würde das spüren, es wäre mir nicht recht. Ich könnte an beiden Armgelenken gleichschwere Uhren tragen. Zwei von ihnen passen vom Gewicht her zueinander. Ich binde sie mir um und erkenne, daß das großartig wirken muß. Jedermann sähe, daß ich nicht ganz dicht bin. Das kann hilfreich sein, andererseits wird man angestarrt. Einige werden lächeln, ich werde debil nicken. Das kommt einem alten Wunsch entgegen. Ich könnte auch kontrollieren, ob beide Uhren richtig gehen. Vielleicht läuft eine der beiden Kandidatinnen nach einer Weile der Zeit hinterher, oder die andere läuft ihr voraus. Das könnte interessant werden. Wann trug ich zuletzt eine Armbanduhr? Das muß zu einer Zeit gewesen sein, als ich noch nicht wußte, daß Zeit nicht ganz die Rolle spielt, die man ihr zugedacht hat. Sie bestimmt nur ganz grob den Takt, auf Rhythmus versteht sie sich nicht. Tritt man aus der Eile, dehnt sie sich zugunsten des Augenblicks. Das läßt sich jederzeit ausprobieren, so hat man viel vom Leben.
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