Seltsam vielleicht, aber Sommernächte sind die ruhigsten Nächte des Jahres. Eine Erschöpfung hat Raum gegriffen und behauptet sich. Betäubt liegen in weichen Betten mit schweren Gliedern die Entwichenen eines jeden heißen Tages unter der Sonne des Wachsens, Blühens und Verdorrens. Ein ausgestrecktes Bein zuckt noch nach. Am Kopfende ein Glas Wasser. Blumenbunte Träume oder Fluchten durch endlose Flure in einen Himmel voller Wiesenblau. Eine trockene Blume sein und begossen werden. Sehr viel Durst. Ermatteter August stürzt ins Unbekannt eines versprechenden Septembers mit Farben aus der Allmacht des Herzens, dem eine Landschaft gelang. Spazierwege entlang der Kanäle, in denen schwere Kähne lagern sollten. Traditionsgemäß. Letztes Rudern auf Trakl-Seen im Umland der Heym-Stadt. Ach, ihr frühen Toten des vergangenen Lebens, die Namen sind geblieben und stehen für die tieferen Bilder. Die Sonne ist geblieben und das Abdanken des Sommers nach legendärem Auftritt. Immer neu die Menschen, Leute auf Beinen mit guten Gedanken und hellen Momenten und dunkleren Stunden, gezeichnet von Malern, die niemand mehr kennt. Dies ist ein Gedicht, auch deshalb geschrieben, weil ich heute behauptete, ich schriebe sie nicht. Niemals sich selbst zu sehr trauen. Man punktet nur so herum.
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