Sich begegnen, sich begleiten, sich trennen. Wege der Menschen. Kein Makel. Nur daß es schmerzt, jemanden lassen zu müssen, der ganz offensichtlich abtreibt und trudelt, sich verliert und nichts dort draußen finden wird. Nicht einmal die schöne, wenn auch grausig klare Einsamkeit. (Wer nicht einsam war, kennt ja weder Mensch noch Tier. Das ist nicht traurig, das ist nicht dumm, das ist nur zu wenig. Dann glaubt man ja noch alles oder nichts. Dann sind Nachrichten Fakten, sind Äußerungen Bekenntnisse, sind Erkenntnisse Sinn. Gute Nacht am frühen Morgen, die Glocken läuten spät.) Es tummeln sich die Tümmler, es begrummeln sich die Grummler. Die Welt ist schlecht, das Leben ist schön. Vergiß es, sagt der Gezeichnete, der sich über seine Zeichen einbildet. Als sei er Veteran und sein Krieg hätte Feinde gekannt außerhalb seiner selbst. Das ist nicht Irrsinn, das ist nur Ergebnis. Die Trauer ebbt ab wie ein falscher Alarm. Tut uns leid, wir dachten, es sei etwas. Bald ist Winter. Es wird kalt und weiß. Die Kulissen und Fassaden werden nicht halten, die letzte Schminke war billig, sie taugt nichts. Wir werden ehrlich frieren. Nichts daran ist gut oder gerecht. Mystifikationen der Armut, wozu? Armut ist Not, echte Not. Dagegen diese andere Not, die unechte Not wäre, wüßte man nicht, daß … Not des Begreifens, Not des Verstehens. Solches zu bändigen war einmal Gott. Etwas, das absolut relativiert. Wie wir uns nun befreien, uns in die Schranken weisen und bedächtigen … Fragezeichen regieren die menschlich bedachte Welt. Wir hängen in Grenzen und festigen uns durch Vorstellungen, die sonderbar sind und bizarr anmuten werden in vierhundert Jahren. Das Leben braucht uns, sagte ich gestern recht spät.
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