Zug der Wildgänse, Pfeilformation, die Schreie. Das berührt das Herz und schnürt es für einen Augenblick. Sie verlassen uns. Jedes Jahr neu und jedes Jahr wieder. Kommen sie im Frühjahr, springt das Herz (wie es im Märchen und in alten Geschichten heißt). Erscheinen sie am herbstlich klaren Himmel, der bereits eine Ahnung von Kälte und Frost in sich trägt, muß ich jedesmal schlucken. Eine schöne Traurigkeit. Ich möchte ihnen nicht nach, keineswegs. Was soll ich in den wärmeren Gegenden, was sollen sie dort mit mir? Und ich verließe ja auch die Meinigen, und die leben hier. Aber nie wieder möchte ich einem Zug nachsehen, in dem jemand wegfährt, den ich liebe. Den Wildgänsen kann ich soeben noch nachschauen, das schaffe ich. Gleich nach dem Überflug der reisenden Gänse schrie eine Krähe. Die bleibt hier, so wie wir. Ich sei nach Nils Holgersson benannt worden, hat man mir gesagt. Vielleicht spielt das ebenfalls eine Rolle. Zu dumm, daß ich nicht fliegen kann. Ich würde sie noch ein Stück weit begleiten, um dann umzukehren.
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