Neben einem Freund

Mit einem Freund unterwegs. Unser Ziel ist der Affenhügel. Bald nähern wir uns der Erhebung, die ersten Köpfe werden sichtbar. Sie tragen eine Krone und wirken besonnen. Ihre traurigen Augen sehen uns an. Wir sind nur Besucher. Da geschieht das Unfaßbare: Der Freund bückt sich, greift nach Steinen und bewirft die friedlichen und nachdenklichen Kronenaffen, die sich von uns betrachten ließen, ohne in besondere Unruhe zu verfallen. Nun ist der Aufruhr da. Entsetzt werfen sie sich in Deckung, ein schrilles Geschrei hebt an, sie gehen zum Angriff über. Wir laufen. Wir laufen um unser Leben, die Affen dicht hinter uns, es sind hunderte. Wir müssen den Schuppen erreichen, uns dort verrammeln. Daß es uns gelingt, vor ihnen dort einzutreffen und die Holztür zu verschließen, ehe sich die ersten Körper von außen gegen sie werfen, grenzt an ein Wunder. Das Geschrei hat noch zugenommen, der Zorn der Tiere scheint unermeßlich. Ich sehe den Freund von der Seite an. Er lächelt. Ich kann nicht verstehen, warum er uns in diese Lage gebracht hat. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob er begriffen hat, was geschehen ist. Die ziehen bald ab, beruhigt er mich. Ja, aber wir kommen hier nicht mehr heraus, sage ich. Abwarten, sagt er.


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