Zwischen den Lebenden und den Toten ist eine nicht zu überwindende Grenze gezogen, nicht nur des Zustandes, auch der Sprache. Wir erreichen uns nicht oder nur schwer.
Sie ist oft da, sagt einer über seine tote Mutter. Nicht als Erinnerung, sondern anwesend. Er nennt diese körperlose Anwesenheit eine Form von Energie, eine Ausstrahlung, ein Gefühl des Geschütztseins.
Ich weiß jetzt, was die Leute meinen, wenn sie von guten Geistern sprechen, sagt er. Dann ist etwas im Raum, es ist deutlich zu spüren. Ich könnte es mir einbilden, ja, natürlich. Doch warum sollte ich das tun?
Sie erscheint und verschwindet. Das geschieht ohne mein Zutun. Ihr Erscheinen richtet sich nicht nach meinen Bedürfnissen. Ich habe sie noch nie gerufen, obwohl ich Grund gehabt hätte. Ich weiß, daß sie tot ist. Aber
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