Sanftmut. Ein tröstender Blick. Linderndes. Eine Geste des stillen Verstehens. Mit jedem Wort ist Verdopplung gegeben, demnach Last. Doch Worte können befreien. Nur falsch dürfen sie nicht sein. Ich denke an die offenen Gräber, an denen ich stand, und schäme mich seither schlechten Sprechens. Wenn ich doch wüßte, wie richtiges Sprechen geht! Ein Sprechen, das der Spur der Tränen folgt an ihr Ziel, ein Lachen nicht bricht, sondern trägt, und sich enthebt, wenn es stört. Meine Bewunderung gilt jenen, die solches lernen. Der Musik anvertrauen, was im Wortsinn nicht aufzulösen ist. Ohne Musik wäre die Welt vielleicht nicht ein Irrtum, doch gliche sie einem Himmel ohne Zeichen oder einer Arbeit ohne Sinn. Man müßte sie lassen und gehen, schnellstens. Stumm, kalt und leer. Trotz der schönen Worte.
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