Gräßlicher Tag, unbestimmt, suppig. In mir schwappt es auf und ab. Irgendwo haben sich alle unguten Gefühle meines Lebens getroffen, bringen sich zur Geltung, stellen sich dar. Ich bin ein Forum der Klagen und Vorwürfe. Es wird wild debattiert, man schreit sich an. In der Ecke sitzt ein einzelnes kleines Gefühl und schluchzt wie ein Kind. Mit meinem Spiegelbild habe ich auch kurz gesprochen, es wies mich ab. An der Wohnungstür hängt ein Spruch, ein zusammengeklebter Streifen Zeitungspapier, der Unglück bringt. Ich werfe ihn ins Feuer. Er lautet: ICH LIEF NIE IN DER KARAWANE DER ARSCHGEIGEN! und stammt von Willy DeVille. Ich fand ihn in meinen Papieren, jenen Stapeln Vergangenheit, die ich durchzusehen gezwungen bin auf der Suche nach Dokumenten, die irgendetwas Wichtiges belegen sollen. Ich habe Hühnerfleisch in einen Schmortopf gegeben und erwarte die Düfte. Vielleicht habe ich heute nicht genug gegessen. Deshalb dachten sich die Dämonen: Fallen wir lieber jetzt über ihn her, solange noch etwas dran ist an ihm. Es gibt solche Tage. Sie kommen nicht nur, sie gehen auch wieder.
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