Vierte Strophe

Der Schlaf. In ihm finde ich die Verbindungen, selbst wenn ich sie nicht suchen sollte. Nicht ich, sondern mein besseres Wissen. Es läßt sich weder überreden noch überzeugen. Es muß nicht einmal entscheiden, da es keinem Zweifel unterliegt. (Es ist bereits entschieden.) Ich scheine das geahnt zu haben und war deshalb seltsam hinnehmend, fast gefügig. Während ich darüber nachdenke, weiß ich zugleich, daß dieses Hinterherdenken ergebnislos bleiben wird, da es nur wortgetreu ist. Wörter benötigen keine ihnen gebührende Treue, denn sie rufen Gewalten auf. Zeichen sind Mahnung, Warnung, Hinweis, Gebot. Man kann sie achtlos hinwerfen oder frivol, keine Frage. Doch ihr wahrer Sinn liegt im Zusammenhang. Je größer ich mir diesen Zusammenhang denke, desto wichtiger erscheint mir das einzelne Zeichen. Das wollte Bob Dylan, vermute ich, ausdrücken mit seinem Song Every Grain of Sand. Nur das Verkündende darf daraus verschwinden. Die Verkündigung ist ein rein menschliches Anliegen, dem man sich getrost verschließen darf. Wissen ist Wahrheit oder nichts. Nichts ist ein Luftwirbel, man sieht ihm nach.


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