Rufe

Blitzartig erscheinen Bilder eines anderen Lebens. Ich sehe mich an Orten, die ich nicht kenne, nur ahne. Ein Hafencafé, die steile Treppe hinauf, ich weiß nicht, wohin. Ein Platz, kleine Bäume, Bänke. Alte Männer mit Mützen, kundige Frauen. Ein ferner Wind, leise und warm wie Gutes. Nichts ist nur gut, es wird gewispert. Tanger touristisch? Die armen Affen von Gibraltar. Es gibt schlimme Orte, dies einer der schlimmsten. Der vergiftete Süden, der öde Norden. Ich mag etwas Neues tun, sagt der Frühling und reitet durch kahle Alleen. Er kennt den Weg in die Hauptstadt und übergeht die berechtigten Interessen der Vergangenheit, die kuschen muß vor so viel Andrang. Laß dir einen Bart stehen und folge dem Wind. Begrabe die Leichen und setze Grabsteine für jene, die solcher bedürfen. Namen, Daten. Am Ende dieses unbeschreibliche Lächeln: spöttisch, liebevoll, wissend, verschworen, unausdenkbar vieldeutig, einladend, abwehrend, hilflos, ertragend. Wie wir hier leben, was hier geschieht. Eine Terrasse unter einem blauen Himmel. Sonstwo. Scheiß auf die kleine, die blöde Vernunft. Es gibt eine größere, bessere.


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