Selbstportrait I

Ein Junge rüstet sich für ein Leben als Abenteurer, sogar als Held. Er lernt, Entbehrungen auf sich zu nehmen und zu kämpfen, für das Gute und Edle. Er spielt Situationen einer möglichen Zukunft und träumt von Unbesiegbarkeit. Nichts kann gefährlich genug sein, denn er lebt im Vergleich. Die Vorbilder, an denen er sich ausrichtet, sind Idole, fast schon Gottheiten. Ihnen wird nachgeeifert, sie werden verehrt. Dann wird der Junge älter und wächst hinein in das wirkliche Leben, das aus Verhandlungen und Geschäften zu bestehen scheint. Einzig die Liebe bleibt romantisch und ist auch gefährlich. Man kann seinen Verstand verlieren dabei. Ein Herz zu erobern ist ein Abenteuer eigener Art. Dem jungen Helden ist zumute, als betrete er ohne Karte und Kompaß ein fremdes und eigensinniges Land. Da gelten andere Gesetze, er benötigt neuen Mut und folgt seinem Stern. Die Liebe ist die große Liebe, denn für sie lohnt es zu sterben. Der Einsatz kann nicht hoch genug sein. Er ist Teil eines Dramas, das schlimm und lehrreich enden muß. In seinem Lebensstück handelt die Notwendigkeit und bedient sich des Glücks. In der Liebe werden die Ungläubigen bestraft. Das weiß er oder hat es gelesen. Stimmen die Voraussetzungen, wird alles weitere sich ergeben. Er schreibt das Stück ja nicht allein.

 


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