Besuche mein Café und finde verlassene Tische vor. Die Stühle stehen ordentlich, jemand hat aufgeräumt und geputzt. Die Gläser sind poliert, die Aschenbecher ausgewaschen, es wurde gelüftet. Auf der Arbeitsfläche neben dem Spülbecken liegt ein Zettel. Ich nehme ihn auf und lese: Die Welt ist schön, sie dreht sich um sich selbst. Heute las ich bei A. W. Schlegel, die Sterne seien einmal aufgefaßt worden als die Funken der nächtens zerstiebenden Sonne. Die schönen Fehlschlüsse der Wahrnehmung, ihr inspirierendes Nachleben im Als ob. Ich bin ein aufgeklärter Romantiker wie alle, die ich liebe oder mag. Ich suche weiter die schöneren und die schrecklicheren Bilder. Das Erklärbare landet zu schnell im Einerlei der Bewältigung, die auf Überwältigung beruht. Mordet die Phänomene, begrabt sie in der Gruft des Verstandenen, ein für allemal. Todestrieb der Wissenschaft. Etwas soll nicht mehr verstören, der Auffassung nicht mehr lästig sein. Es soll eingefriedet werden, es soll ruhen. Gänge über den Friedhof bestätigen: niemand ist dort zu finden, wo man ihn sucht. Eines Tages auch werden alle Türen geschlossen sein, tendenziell. In tausend und einem Jahr ist es soweit. Man versucht uns mürbe zu machen, zu erschöpfen mit immer neuen Varianten eines Aberglaubens, den zu beschreiben ich mir schenken kann. Mein Verlangen reicht an tiefere und frischere Quellen. Mircea Dinescu gewidmet, mehrerer Verse wegen. Dann kam die Politik, auch für ihn. Rumänien, Armenhaus Europas. Und wir hier?
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