Auftauchen aus tiefen Träumen, als sei man untertage gewesen oder habe auf dem Meeresgrund gelegen. Die Ereignisse, Bilder und Sätze (die dort gesprochen wurden) im Schlepptau, als sei man fischen gewesen oder … Mit einem Mal hier. Der Versuch, sanft aufzulanden. Der Geist ist noch drüben. Er betastet die erste Wirklichkeit und möchte zurück: noch ein weiteres, ein letztes oder vorletztes Mosaiksteinchen einfügen ins reiche Bild des Geschehens; eine weitere Blüte bilden und betrachten; eine neue Szene spielen lassen; noch ein wenig verweilen. Dabei war der Traum gar nicht „schön“. Ich sollte vor einem großen Publikum einen fremden Text lesen, der schlecht gedruckt oder kopiert war, jedenfalls verrutschte ich dauernd auf dem riesigen Bogen Papier, den man richtig drehen und umständlich entfalten mußte, und las eine Photographie vor statt des vorgeschriebenen Kapitels 18. Die Autorin saß im Publikum und blickte kritisch. Sie war eine alte Aktivistin der wendländischen Freiheitsbewegung und hatte einst eine ökologisch und sexuell progressive Superkommune in der späteren Endlagerlandschaft gegründet. Das war plötzlich wieder interessant, deshalb saßen vor mir diese vielen Leute auf dem Boden und warteten. Ich aber las ein Photo vor, kam dabei über den ersten Satz, in dem die drei Namen der Abgebildeten zu sagen waren, nicht hinaus. Schließlich las die Aktivistin selbst, mit brüchiger und überschnappender Stimme. Ich war entlassen und mußte nun eine noch schwierigere Aufgabe lösen. Ein wertvoller Hund wurde vermißt. Man schickte mich los, ihn zu suchen. Er hatte sich im Wald von Brocksenner verlaufen. Jemand wollte gesehen haben, wie er sich in die Höhlen und Gänge des Forstes grub. Ich kannte einen Eingang, stieg hinab und wurde dort von britischen Soldaten empfangen, die mich stoppten und nach meinem Begehren fragten. Ich erläuterte die Situation. Sie teilten mir mit, in den unterirdischen Räumen jenseits der Glastür befänden sich seltsame Menschen, die dort aufbewahrt würden, zu ihrem eigenen Schutz. Vor kurzem sei ein junger Mann gebracht worden. Ich könne ihn derzeit nicht sprechen. Vielleicht wisse der etwas von dem Hund, man werde ihn befragen. „Nicht immer gehen die Dinge hier mit rechten Dingen zu“, sagte einer der Wächter. „Es kann schon sein, daß er ein Hund ist.“ Beruhigt, daß eine Möglichkeit bestand, stieg ich den Eingangsschacht hinauf ins lindernde Waldlicht und spürte die Welt.
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